Bewegte Geschichte

"Im September 1957 konstituierte sich der Burgenländische Winzerverband als Verein und wurde im April 1959 in eine "registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung" umgewandelt.

Heute ist der Burgenländische Winzerverband (Sitz: Eisenstadt) die Dachorganisation von 14 burgenländischen Winzergenossenschaften mit zusammen rund 3000 Mitgliedern. Er kann als bedeutsame Leistung den Bau einer  Zentralkellerei für sich buchen, die mit einem Fassungsraum von 25.000 hl den genossenschaftlichen Fassungsraum im Burgenland auf 60.000 hl erhöht, was etwa einem Fünftel einer normalen Jahresernte entspricht. Abgesehen davon, dass es für den Grosshandel allein aus Transportgründen schon einen bedeutsamen Anreiz bietet, an ein und derselben Stelle grosse Mengen Wein in gleicher Qualität einkaufen zu können, dient die neue Zentralkellerei insbesondere auch dazu, die "Überhänge" der Genossenschaften, die bisher immer zu einem Preisverfall geführt hatten, weil keine Lagerungsmöglichkeit bestand, aufzunehmen und dadurch eine Preisstabilität zu sichern. 

Die nach modernsten Richtlinien auf dem Berg zwischen Rust und St. Margarethen errichtete Zentralkellerei besitzt unter anderem eine autom. Flaschenwasch- und Abfüllanlage" (Auszug aus dem Österreichischen Weinbuch, ca. 1963) 

Der Burgenländische Winzerverband wurde 1990 in Weinkellerei Burgenland umbenannt und nach einem turbulenten Jahrzehnt im Jahre 1999 übernommen.  Die Betriebstätte kam nach Pöttelsdorf-Stöttera, die Zentralkellerei am Rusterberg wurde nach einigen Jahren komplett abgerissen.